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3 Phasen der Auflehnung aus dem Umfeld

 

3 Phasen der Auflehnung

 

  1. Du hast begonnen, dich zu verändern. Du möchtest eigenverantwortlich und selbstsicher durch dein Leben schlendern. Das ist wunderbar, für dich, aber nicht für dein Umfeld.

    Eine erste Reaktion aus deinem Umfeld wird vermutlich sein, dich davon zu überzeugen, dass du einen falschen Weg anstrebst, die Realität eine andere ist und dass du den Irrtum deines aktuellen Denkens und Handelns ins Auge schauen musst.

     

  2. Sollten diese Aussagen dich nicht zur Vernunft gebracht haben, wird versucht, an dich zu appellieren. Du hörst dann wahrscheinlich solche Aussagen wie „Du warst vorher zufriedener…netter…rücksichtsvoller…bemühter… liebevoller…“ Du sollst doch bitte wieder die Alte werden, hörst du sie reden, dann wird dir auch dieser kurze und befremdliche Denk- und Verhaltensausrutscher verziehen.

     

  3. Falls du dich nicht von der Auflehnung aus den Punkten 1 und 2 hast abschrecken lassen, folgt jetzt erst recht ein wahrhafter Kugelhagel aus allen möglichen Pistolen. Es wird dir regelrecht offen oder indirekt gedroht.

    „Du machst mich krank mit deinem Verhalten. Du hast dich vollkommen zum schlechten verändert. Ich komme mit dir nicht mehr zurecht. Es ist besser, wenn wir erstmal keinen Kontakt haben. Ich beende jetzt unsere Unterhaltung. Du bist egoistisch. Du bist intolerant. Dir sind alle egal, werde doch wieder erwachsen. Du benimmst dich kindisch. Das ist totaler Schwachsinn was du da machst. Das führt doch zu nichts. Du wirst versagen. Ich kann dich so nicht ernst nehmen“. Mit solchen und ähnlichen Äußerungen solltest du tatsächlich rechnen, und zwar auch in Situationen, wo du das nicht erwarten würdest. Völlig spontan, aus dem Nichts heraus.

     

    Warum geht dein Umfeld soweit und erfreut sich nicht an deiner eigentlich positiven Entwicklung, fragst du dich.

    Nun, es sind unbewusste Reaktionen auf Veränderungen. Dein Umfeld möchte dich mit solchen Gegenreaktionen wieder in den alten, ihnen gewohnten, Zustand, in das alte, ihnen gewohnte Gleichgewicht (welches ja ungesund und toxisch ist), zurückversetzten, weil die Angst vor Einsamkeit und Veränderung ihnen zu groß wird. Sie sind diejenigen, die damit nicht zurechtkommen, sie trauen sich diese Veränderung nicht zu, sie sind diejenigen, die an ihre Grenzen kommen. Doch das können sie nicht erkennen.

    Dir muss jetzt klar sein. Durch deine bestrebte Veränderung wirst du erstmal nicht beliebter, zumindest nicht bei den Menschen, die mit aller Kraft und allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln um dein altes, mit Bescheidenheit und Zurückhaltung getränktes, Ich kämpfen. Du wirst mit Ablehnung und scharfer Kritik konfrontiert werden, die du aushalten willst und wirst, wenn dein Wunsch nach Veränderung wirklich ernst gemeint ist. Und das ist der Fall.