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Jamila von Perger - 4-Schritte-Methode

Wie du negative Gefühle auflöst -  

4 Schritte Methode 

 

  

In diesem Artikel möchte ich dir eine Methode zeigen, die ich entwickelt habe, um schnell und effizient negative Gefühle aufzulösen. 

Es geht vor allem darum dich, selber besser zu verstehen und dich somit besser kennen zu lernen. Dies ist die Grundvorraussetzung, um glücklich zu werden. 

  

Denn nur, wenn du dich selbst wirklich gut kennst, weißt du, was du dir wirklich für dein Leben wünschst und lernst dich nicht in deinen Gedanken und Gefühlen zu verstricken. 

 

Schritt 1: Gefühle verstehen.  

  

Um negative Gefühle loszuwerden, müssen wir zunächst verstehen, woher sie kommen und wie sie entstehen. 

 

Gefühle entstehen durch unsere Gedanken und diese wiederum erzeugen Gefühle. 

  

Dementsprechend entwickelt sich ein Teufelskreis, wenn es sich um negative Gefühle handelt. Gleich zu Anfang möchte ich klarstellen, dass Liebe und Freude keine Gefühle, sondern eher wie Zustände sind. Damit werden wir geboren und sie werden nicht von außen erzeugt, sondern kommen von innen heraus. Nur mal als Anmerkung. 

  

Ich möchte ein Beispiel aufführen, welches ich den ganzen Text über verwenden werde: 

Du siehst eine schöne Frau und wirst neidisch. (Wenn du ein Mann bist, siehst du natürlich einen Mann auf den du neidisch wirst.) 

Du bist nicht neidisch, weil du eine schöne Frau siehst, sondern weil du etwas über diese Frau denkst: "Oh, so würde ich auch gerne aussehen." 

Dieser Gedanke erzeugt das Gefühl von Neid, nicht die Frau selbst.  

Diese Gedanken können blitzschnell ablaufen, sodass du es nicht einmal bemerkst, oder sogar aus deinem Unterbewusstsein entstammen. Deswegen denken wir, Gefühle kommen aus dem nichts oder sind einfach da. Dies ist ein Irrglaube. Gefühle entstehen immer aus Gedanken.   

Nun wurde also durch deinen Gedanken ein Gefühl erzeugt (Neid). Durch eben dieses Gefühl, welches durch deinen Gedanken erzeugt wurde, entsteht wiederrum ein neuer Gedanke.  

Zum Beispiel: "Was könnte ich tun, um so auszusehen wie sie?" oder "Was hat sie, was ich nicht habe?" 

Nun denn. Die Sache ist die. Du möchtest ja nicht neidisch sein oder? Neid ist kein besonders schönes Gefühl und die Gedanken, die dieses Gefühl wiederum erzeugen, sind keine guten Gedanken. 

Es sind Gedanken, die dein eigenes Selbstwertgefühl sinken lassen. 

Es sind auch Gedanken, die dich dazu treiben könnten, zu handeln. 

Zum Beispiel könnte es dazu führen, dass du Diäten machst, zum Schönheitschirurg gehst oder andere Dinge tust, um dein Aussehen zu verbessern. 

Das Problem ist, diese Handlungen kosten dich Energie, die du für sinnvollere Tätigkeiten nutzen könntest. Und letztendlich nützt dir Schönheit nichts. Innerliche Schönheit ist erstrebenswert und ist niemals vergänglich im Gegensatz zur äußerlichen Schönheit. Aber zurück zu deinen Gedanken. 

Was kannst du also in so einer Situation tun? Kommen wir also zu 

 

Schritt 2: Gefühle beobachten. 

  

Du gibst dich nicht deinem Gefühl hin, sondern du beobachtest es. 

  

Wie machst du das? Hier ist das Stichwort beobachten. Stell dir vor, du seist ein Lehrer auf dem Schulhof, während der Pause. Deine Schüler, die du beobachtest, damit sie keinen Blödsinn anstellen, sind deine Gedanken und du (der Lehrer) bist du, also dein Sein.  

Immer, wenn du dich bei einem negativen Gedanken erwischst, begibst du dich in die Rolle des Lehrers auf dem Schulhof. 

  

  

Taucht also ein Gefühl auf, hältst du inne. 

"Moment mal, ich bin gerade neidisch!" 

 

In dem Moment, wo du dir dein Gefühl bewusst machst, löst es sich in der Regel schon auf. Das ist faszinierend. Dein Bewusstsein ist wie Licht. 

 

Du erhellst damit deine eigene innere Dunkelheit. Probiere es aus! Es funktioniert! 

Achte dabei darauf, dass du es bloß wahrnimmst, ohne zu bewerten. Ärgere dich nicht darüber, dass du ein negatives Gefühl entdeckt hast, denn das würde dazu führen, dass du ein neues negatives Gefühl erzeugst, und zwar Ärger/Wut. Im Gegenteil, du könntest dich sogar freuen, denn dadurch, dass du dein negatives Gefühl entdeckst hast, hast du es entlarvt und aufgelöst, weil es in dein Bewusstsein gelangt ist.  

 

Schritt 3: Gefühle ergründen. 

  

Als Nächstes geht es darum, dein Gefühl zu ergründen, um es in Zukunft zu vermeiden. Frage dich: "Warum bin ich denn jetzt neidisch geworden?" 

In diesem Fall ist es recht einfach, dein Gefühl zu ergründen. Ein Grund könnte sein, dass unsere Gesellschaft und die Medien dir ein Bild vermittelt haben, wie "man" aussehen sollte. Siehst du jemanden, der diesem Bild entspricht, erzeugt dies in dir die Begierde, ebenso aussehen zu wollen. 

  

Was aber, wenn du die Ursache für ein Gefühl nicht so leicht ergründen kannst? Dann liegt es daran, dass der Grund dafür in deinem Unterbewusstsein liegt.  

  

Daher lautet Schritt 4: Ergründe dein Unterbewusstsein. 

  

Die Tatsache, dass die Gesellschaft uns auferlegt, was wir schön finden sollen und was nicht, ist einfach zu erkennen. Dies kannst du dir direkt bewusst machen. Solltest du bemerken, dass (wie in diesem Fall) ständig neuer Neid erzeugt wird oder sich das Gefühl nicht auflöst, obwohl du es dir bewusst gemacht hast, musst du tiefer graben, um dich davon zu befreien.   

  

Tückisch sind Überzeugungen und Glaubenssätze, die wir uns selbst erschaffen haben. Sie hängen in deinem Unterbewusstsein und sind somit viel schwieriger zu ergründen.  

  

  

 

Siehe also tiefer in dich hinein und stelle dir Fragen. 

  

Hast du dir selbst vielleicht die Überzeugung erschaffen, dass du nicht so aussiehst, wie man aussehen sollte? Wenn zu dem Gefühl Neid sogar noch stärkere Gefühle wie Hass hinzukommen, dann kann es sogar sein, dass du in deinem Unterbewusstsein Liebe an Aussehen gebunden hast. 

  

Immer wenn wir Liebe, an Bedingungen geknüpft haben (und das haben wir vor allem als Kinder oft getan), entstehen zerstörerische Glaubenssätze. 

  

Hat deine Mutter dich vielleicht vermehrt gelobt, wenn du dich "hübsch" gemacht hast? Hat sie generell viel Wert auf Äußerlichkeiten gelegt?  Dann könnte ein Glaubenssatz/Überzeugung sein: 

  

"Wenn ich gut aussehe, werde ich gemocht, werde ich geliebt." oder 

"Menschen, die besser aussehen, als ich, werden mehr geliebt als ich." 

  

Sehr zerstörerische Glaubenssätze und natürlich Blödsinn. Die meisten dieser Glaubenssätze entstehen in unserer Kindheit und Jugend, weil wir zu dem Zeitpunkt noch kein vollständiges Selbstbewusstsein entwickelt haben.  

Das Problem ist, dass wenn erst einmal ein Glaubenssatz/Überzeugung in uns erschaffen wurde, er Bestand hat, bis wir ihn auflösen. 

  

Es erzeugt immer neuen Schmerz. Es erzeugt immer wieder negative Gefühle und Gedanken.  

Sobald du einen Glaubenssatz entdeckt hast, mache dir das ganz bewusst. 

  

Bringe Licht in deine innere Dunkelheit. 

  

Sei der Lehrer auf dem Schulhof und erwische das Kind, das sich in der hintersten Ecke, hinter der Turnhalle versteckt hat, um mit dem Feuer zu spielen! 

 

Du kannst diese Methode auf alle deine Gefühle anwenden! Es ist sehr heilend und trägt einen großen Teil dazu bei, ein bewussteres Leben zu führen.

Hier findest du den Link zu Jamilas Seite:

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